Gemeinsam stoppen wir
die Rodung!
Jedes Jahr freuen sich Hunderttausende Menschen über den aus mehr als 350 Pappeln, Weiden, Eschen, Eichen, Ulmen und Ahornbäumen bestehenden Elbwald am Bubendey-Ufer. Denn der Elbwald liegt genau gegenüber dem Elbstrand in Övelgönne, einem der beliebtesten Erholungsgebiete unserer Stadt.
Eingerahmt zwischen den großen Containerkränen zur Linken und dem Airbuswerk zur Rechten, ist er die grüne Lunge inmitten des maritmen Industriegebietes Finkenwerder.
Mit unserer Volkspetition wollen wir den Wald erhalten und die drohende Rodung verhindern.
Für den Erhalt des Elbwaldes!
Für unsere Kampagne zum Erhalt des Elbwaldes fallen auch Kosten an.
Deshalb freuen wir uns über Spenden auf unser Konto:
Verein »Elbwald retten«
GLS Bank
IBAN: DE33 4306 0967 1368 8650 00
Ganz Hamburg schaut auf
den Elbwald
Presseschau nach der Pressekonferenz von Elbwald retten
Nach unserer Pressekonferenz in der Strandperle in Övelgönne haben DIE ZEIT, das Hamburger Abendblatt, die DorfStadt-Zeitung, das Weltjournal, der NDR – „Elbwald retten: Initiative kämpft weiter für Waldgebiet im Hafen“ – und viele andere Medien über den Elbwald am Bubendey-Ufer berichtet. Ein Überblick über das Presse-Echo und ein Blick in den Wirtschaftsteil, der unsere Argumente stützt.
Ein Auftrag mit bemerkenswertem Datum
Bei der Pressekonferenz haben wir öffentlich gemacht, was uns umtreibt: Am 30. September übergaben wir der Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, Carola Veit, 15.520 Unterschriften für unsere Volkspetition. Am selben Tag vergab die Hamburg Port Authority (HPA) den Auftrag, die verbliebenen Bäume am Bubendey-Ufer zu fällen. Wir meinen, diese Vorgehensweise führt die Idee der Bürgerbeteiligung an politischen Prozessen ad absurdum – dass einerseits eine Volkspetition eingereicht wird und andererseits genau zu dem Sachverhalt unumstößliche Fakten geschaffen werden. Mehrere Redaktionen haben das Thema aufgegriffen. Dafür danken wir allen Journalistinnen und Journalisten.
DIE ZEIT: Ein Faktencheck mit klarem Ergebnis
Kristina Läsker ist für DIE ZEIT mit Ulf Wolter und Franz Hermann im Schlauchboot zum Bubendey-Ufer gefahren. Ihr Text („Er fuhr zur Landzunge und zählte die Stümpfe“, 22. Oktober) prüft unser zentrales Argument und kommt zu dem Schluss: „Wolter hat recht.“ Die vier Hamburger Containerterminals könnten laut Handelskammer 12,8 Millionen Standardcontainer im Jahr umschlagen. 2025 waren es allerdings nur 8,3 Millionen. Die Wirtschaftsbehörde rechnet mit 12,9 Millionen bis 2040, also mit einem Plus von gut 55 Prozent gegenüber 2025. Die ZEIT nennt das trocken ein „Hafenwunder“. Gegenüber der Redaktion hat die HPA bestätigt, dass die Rodung im November beginnen soll.
Hamburger Abendblatt: Schwere Vorwürfe gegen die Hafenbehörde
Das Abendblatt berichtete am 23. Oktober unter der Überschrift „Initiative ‚Elbwald retten‘ erhebt schwere Vorwürfe gegen Hamburger Hafenbehörde“. Im Mittelpunkt steht der Zeitpunkt der Auftragsvergabe. Franz Hermann bringt es dort auf den Punkt: Es sei ein Unding, wenn Fakten geschaffen werden, bevor über das Thema überhaupt verhandelt wurde.
DorfStadt-Zeitung und Weltjournal
Konrad Matzen hat in der DorfStadt-Zeitung („Kurz vor dem Abgrund“) die Rechnung hinter der Westerweiterung nachgezeichnet und darauf hingewiesen, dass die zuständige EU-Kommission über das Vorhaben noch nicht entschieden hat. Mit einem Bescheid ist frühestens Anfang 2028 zu rechnen. Bis dahin dürfen aus unserer Sicht keine irreversiblen Eingriffe in Natur und Umwelt erfolgen. Das Weltjournal hat unsere Position ebenfalls ausführlich dargestellt.
Ein Blick in den Wirtschaftsteil
Wer am Freitag im Abendblatt weiterblätterte, fand auf Seite 15 zwei Meldungen, die mit dem Elbwald auf den ersten Blick nichts zu tun haben. Auf den zweiten aber schon: Im ersten Halbjahr 2026 wurden im Hamburger Hafen 3,8 Prozent weniger Container umgeschlagen als im Vorjahr, rund 200.000 Boxen. Ein Teil der Ladung wandert nach Großbritannien ab, weil Reedereien dort die CO₂-Abgaben des EU-Emissionshandels umgehen. Zugleich hat der Hafenkonzern HHLA eine Gewinnwarnung herausgegeben („Große Probleme bei der HHLA“): Das Betriebsergebnis soll nur noch bei 115 bis 135 Millionen Euro liegen statt wie zuvor erwartet 150 bis 170 Millionen. Beim Containerumschlag rechnet die HHLA nun mit einem Rückgang statt mit einem leichten Plus.
Für uns heißt das: Der Hafen braucht keine zusätzlichen Liegeplätze, solange die bestehenden nicht ausgelastet sind und die Ladung in andere Richtungen fließt. Die Erweiterung des Drehkreises halten wir weiterhin für sinnvoll. Den Bau neuer Liegeplätze für 1,1 Milliarden Euro aus dem Hamburger Haushalt halten wir für nicht zu rechtfertigen.
Was jetzt zählt
Die Bürgerschaft prüft derzeit die Unterschriften. Sind mehr als 10.000 gültig, muss sich der Senat in einem Ausschuss mit unserem Anliegen befassen. Wir fordern deshalb, dass keine Bäume gefällt werden, bevor diese Beratung stattgefunden hat. Sonst sprechen die Abgeordnete am Ende über einen Wald, den es nicht mehr gibt.
Unser Vorschlag liegt auf dem Tisch: Die Bäume, die für die Drehkreis-Erweiterung weichen müssen, lassen sich auf der rund 24 Hektar großen Brachfläche direkt hinter dem Elbwald ersetzen. Dort ist Platz für Zehntausende Bäume, mitten im Hafen und nicht 35 Kilometer entfernt in Schleswig-Holstein.
So könnt ihr helfen: Teilt diesen Beitrag, sprecht mit euren Abgeordneten in der Bürgerschaft und folgt uns auf Instagram, um auf dem Laufenden zu bleiben.
Rodungsauftrag am Tag der Petitionsübergabe: Die HPA will Fakten schaffen
Pressekonferenz von Elbwald retten in der Strandperle
Wer am Vormittag des 22. Oktober im „Oberdeck“ der Strandperle saß, hatte ihn direkt vor Augen: den Elbwald am Bubendey Ufer, rund 400 Bäume zwischen Containerkränen und Airbuswerk. Geht es nach der Hamburg Port Authority (HPA), ist dieser Blick schon Anfang November Geschichte. Wie dem Verein Elbwald retten zugespielte Unterlagen belegen, hat die HPA die Rodung der Bäume in Auftrag gegeben. Darüber hat der Verein bei einer Pressekonferenz informiert.
Ein Auftrag mit bemerkenswertem Datum
Am 30. September 2026 übergab Elbwald retten der Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, Carola Veit, 15.520 Unterschriften für die Volkspetition zum Erhalt des Elbwaldes. Am selben Tag vergab die HPA den Auftrag zur Rodung an die Baumräumungsfirma Wübbe GmbH aus Winsen/Luhe.
Das Problem: Für die Hafenwesterweiterung fehlt bislang die erforderliche Genehmigung der zuständigen EU-Kommission. Mit einem Bescheid ist frühestens Anfang 2028 zu rechnen, sofern er positiv ausfällt. Bis dahin dürfen keine irreversiblen Maßnahmen durchgeführt werden. Das gilt insbesondere für Eingriffe in Natur und Umwelt wie eine Waldrodung oder die Zerstörung geschützter Lebensräume.
„Die nun konkret geplanten Baumfällungen sind ohne EU-Genehmigung der Hafenwesterweiterung eindeutig rechtswidrig“, sagt Franz Hermann, Vorsitzender von Elbwald retten. „Dass die HPA beabsichtigt, Fakten zu schaffen und die Rodung auf Biegen und Brechen durchzuziehen, bevor wir mit Vertreter:innen der Hamburgischen Bürgerschaft darüber verhandeln können, führt das demokratische Instrument der Volkspetition ad absurdum.“
Die HPA hält an der Rodung fest
Die HPA hat heute bestätigt, dass die „verbleibenden Bestände“ am Bubendey Ufer Anfang November gerodet werden sollen. Gemeint sind die rund 400 Bäume des Elbwaldes. Als Ausgleich habe der Senat Flächen im Kreis Segeberg gefunden. Zur Begründung verweist die HPA auf den Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2016. Dabei seien alle relevanten Aspekte beschrieben und geprüft worden, auch die Auswirkungen auf die Umwelt.
Elbwald retten hält dagegen: Ein Planfeststellungsbeschluss ersetzt nicht die ausstehende Genehmigung der EU-Kommission. Und wie belastbar die Prüfungen von damals sind, zeigt schon ein Blick auf die Zahlen. Wer den Containerumschlag dreimal so hoch angesetzt hat, wie er tatsächlich ausfiel, konnte kaum absehen, wie sich das Klima in den folgenden zehn Jahren verändern würde. Auch der Ausgleich in Segeberg hilft den Menschen an der Elbe wenig. Bäume, die dort gepflanzt werden, verbessern nicht die Luft am Elbstrand und im Hamburger Westen.
Neue Liegeplätze – ohne Bedarf
Neben dem ökologischen Wert des Elbwaldes, der Sauerstoff produziert und CO₂ bindet, sprechen aus Sicht des Vereins auch wirtschaftliche Gründe gegen die neuen Containerterminals. Der Hafenentwicklungsplan von 2012 rechnete für 2025 mit 25,3 Millionen Standardcontainern (TEU). Tatsächlich waren es laut einer Auswertung der HPA 8,3 Millionen, also knapp ein Drittel. Die bestehenden Kapazitäten liegen bereits bei fast 14 Millionen TEU.
Hinzu kommt: Der Bund hat klargestellt, dass Hamburg keine Mittel aus dem Sondervermögen Rüstung und Infrastruktur erhält. Die rund 1,1 Milliarden Euro für die Terminals müssten also aus dem Hamburger Haushalt kommen. Für Liegeplätze, die nach den eigenen Zahlen der HPA niemand braucht.
Ein Vorschlag, mit dem alle leben können
Der Verein Elbwald retten lehnt nicht jede Veränderung am Ufer ab. Die geplante Erweiterung des Drehkreises, damit große Containerschiffe besser manövrieren können, hält der Verein für sinnvoll. Die Bäume, die dafür weichen müssten, ließen sich direkt vor Ort mehr als ausgleichen: auf der 25 Hektar großen Brachfläche hinter dem Elbwald. Je nach Pflanzmethode ist dort Platz für mehrere zehntausend Bäume oder sogar hunderttausende Setzlinge. Eine solche Aufforstung und der Verzicht auf unnötige Flächenversiegelung wären ein echter Beitrag zu den Hamburger Klimazielen.
Die Journalistinnen und Journalisten wollten bei der Pressekonferenz vor allem wissen, wie der Verein das Vorgehen der HPA bewertet, wie es mit der Volkspetition weitergeht und was Elbwald retten nun unternimmt. Die Forderung des Vereins ist klar: Die Hamburger Wirtschaftsbehörde muss die HPA unverzüglich anweisen, die Rodungspläne zu stoppen. Parallel prüft der Verein juristische Schritte.
Bleiben Sie an unserer Seite
15.520 Menschen haben mit ihrer Unterschrift gezeigt, dass ihnen der Elbwald nicht egal ist. Jetzt kommt es darauf an, dass diese Stimmen gehört werden, bevor Anfang November die Sägen anrücken. Teilen Sie diese Nachricht, sprechen Sie Ihre Abgeordneten an und folgen Sie uns auf Instagram, um über die nächsten Schritte informiert zu bleiben.
Volkspetition Elbwald retten erfolgreich abgeschlossen!
Am 30. September 2026 hat der Verein Elbwald retten sage und schreibe 15.520 Unterschriften für die Volkspetition Elbwald retten an Carola Veit, Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, übergeben. Damit wurde die erforderliche Anzahl von 10.000 Unterstützenden deutlich überschritten.
Die Waldschützer wurden von der Bürgerschaftspräsidentin offiziell und freundlich empfangen und hatten Zeit für ein ausführliches Gespräch. Darin haben sie daran appelliert, dass keine Rodungsmaßnahmen vor der Verhandlung der Volkspetition durchgeführt werden dürfen. Dies schien auf offene Ohren zu stoßen.
Der Hafenentwicklungsplan und die Wirklichkeit
In dem Begründungsschreiben für die Volkspetition heißt es: „Neben dem ökologischen Aspekt, dass der Elbwald als grüne Lunge im Industriegebiet Waltershof eine wichtige Funktion für die Sauerstoffproduktion und CO2-Filterung wahrnimmt, sprechen auch ökonomische Gründe gegen die Hafenwesterweiterung. Die Prognosen, die den Planungen für die neuen Containerterminals zu Grunde lagen, haben sich als absolut unrealistisch erwiesen: Statt der – wie im Hafenentwicklungsplan von 2012 – prognostizierten 25,3 Millionen Standardcontainer (TEU) wurde laut einer Auswertung der Hamburg Port Authority (HPA) im Jahr 2025 mit 8,3 Millionen Einheiten gerade einmal knapp ein Drittel dieses Wertes erreicht.
Im ersten Halbjahr 2026 sind noch einmal weniger Container im Hamburger Hafen verladen worden als im gleichen Vorjahreszeitraum. Angesichts der bereits bestehenden Kapazitäten von fast 14 Millionen TEU, besteht also gar kein Bedarf an weiteren Liegeplätzen. Insbesondere nachdem der Bund klargestellt hat, dass Hamburg keine Zuwendungen aus dem Sondervermögen Rüstung und Infrastruktur erhalten wird, erscheint es uns unangemessen, die faktisch nicht benötigten neuen Containerterminals mit 1,1 Milliarden Euro aus dem Hamburger Haushalt zu finanzieren.
Drehkreiserweiterung und Hamburger Klimaziele
Während wir die neuen Liegeplätze aus den genannten Gründen für unsinnig halten, erscheint uns die geplante Drehkreiserweiterung durchaus sinnvoll. Die Bäume, die dafür weichen müssten, sollten durch eine Aufforstung des Brachlandes hinter dem Elbwald mehr als kompensiert werden: Denn auf diesen 25 Hektar ist je nach Pflanzmethode Platz für mehrere zehntausend Bäume oder sogar hunderttausende Setzlinge. Dies – wie der Verzicht auf die unnötige Flächenversiegelung durch Beton – wären wichtige Beiträge zur Erreichung der Hamburger Klimaziele.
Ohne die Zustimmung der EU dürfen aktuell keine irreversiblen Maßnahmen durchgeführt werden. Deshalb – und weil auch keine gesicherte Finanzierung vorliegt –, halten wir jegliche Rodung im Elbwald für rechtswidrig.
Wie geht es mit der Volkspetition weiter? In den nächsten Tagen werden die Unterschriften geprüft, bevor dann ein Ausschuss der Bürgerschaft über das Anliegen, den Elbwald zu retten und keine neuen Containerterminals zu bauen, mit dem Verein verhandelt.
Abholzung droht!
Jetzt ist der gesamte Elbwald in Gefahr. Im Rahmen der Hafenwesterweiterung plant die Hamburger Wirtschaftsbehörde gemeinsam mit dem Container-terminalbetreiber Eurogate und der Hamburg Port Authority (HPA), den Wald komplett abzuholzen.
Die geplante Drehkreiserweiterung für Containerschiffe könnte auch mit der Fällung von nur einem kleinen Teil der Bäume umgesetzt werden.
Ungeachtet der gesetzlichen Auflage, vor Zustimmung der zuständigen EU-Kommission (die frühestens Ende 2027 erfolgen kann) keine Baumfällungen vorzunehmen, hat die HPA bereits im Februar 2026 rechtswidrig eine Teilrodung vorgenommen.
Jetzt gilt es, weitere illegale, »irreversible« Rodungsmaßnahmen zu verhindern!
Logistik statt Liegeplätze
Die budgetierten Investitionen von insgesamt 1,8 Milliarden Euro könnten beispielsweise auch genutzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens durch eine überfällige Modernisierung der Logistik und Infrastruktur zu verbessern.
Konkret sollte der zügige Ausbau der Hafenbahn und die Erneuerung der Köhlbrandquerung sowie eine Digitalisierung der Abläufe in Angriff genommen werden.
Der Verband für Straßengüterverkehr und Logistik Hamburg (VHSp) bemängelt seit langem, dass veraltete IT-Software sowie fehlendes Personal zu langen Wartezeiten und unzureichenden Abfertigungskapazitäten für LKW an den Containerterminals führen (zuletzt bei seiner Jahreskonferenz 2026).
Eine Katastrophe für Tiere und Pflanzen
Das Abholzen des Elbwaldes nimmt zahlreichen Tierarten ihre Bauten, sowie Nist-, Rast- und Brutplätze. So wird im »Planfeststellungsbeschluss Westerweiterung des Eurogate Containerterminal Hamburg« eingeräumt: »Anlagebedingt werden die Niststätten aller im Vorhabensgebiet brütenden Vögel beseitigt. Bei einer Realisierung der Planvariante ist damit von einem Verlust der aktuell genutzten Nistplätze für Brutvögel auszugehen.« Das betrifft auch die stark bedrohte Art des Mäusebussards.
Festgestellt wurde außerdem, dass das Gebiet als Jagdhabitat von verschiedenen Fledermausarten, die allesamt streng geschützt sind, genutzt wird. Laut einer Studie der Universität Hamburg ist durch die regelmäßigen Baggerarbeiten zur Elbvertiefung der Fischbestand in der Elbe in den vergangenen 15 Jahren bereits um 90 Prozent zurückgegangen. Dieser fatale Trend würde durch die Arbeiten zur Hafenwesterweiterung noch verschlimmert.
Der Elbwald produziert als »grüne Lunge« des Industriegebiets Waltershof durch die Bindung von CO₂ laut Schätzung des Umweltgutachters Markus Mössel täglich über eine Million Liter Sauerstoff. Dabei sind die Pappeln besonders wichtig für die Luftqualität, da sie 20-mal so viel Kohlenstoffdioxid absorbieren wie andere heimische Bäume. Zudem filtern sie jährlich etwa 21 Kilogramm schädlichen Feinstaub aus der Luft. So leistet der Elbwald einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz.

Rechtswidrige Teilrodung
Im Februar 2026 hat die HPA bereits eine rechtswidrige Teilrodung* durchgeführt und stattliche Trauerweiden, die in die Elbe ragten, sowie etwa 50 Pappeln gefällt.
Die vorgeschriebenen »Ersatzmaßnahmen« – also Neupflanzungen – für die gefällten Bäume werden im Landkreis Segeberg vorgenommen. Denn in Hamburg gibt es keine größeren Flächen mehr, die begrünt werden könnten.
* Vor der noch ausstehenden EU-Genehmigung hätten keine irreversiblen Maßnahmen wie Baumfällungen vorgenommen werden dürfen. Zudem erfolgte die Rodung ohne die vorgeschriebene öffentliche Ausschreibung.
Wir fordern:
Mit der Volkspetition »Elbwald retten« wollen wir erreichen, dass
- der Hamburger Senat und die Hamburgische Bürgerschaft die geplante vollständige Abholzung des Elbwaldes am Bubendey-Ufer im Rahmen der Westerweiterung des Hafens stoppen
- lediglich jene Bäume gefällt werden, die unbedingt weichen müssten, um die Drehkreiserweiterung für Containerschiffe zu ermöglichen
- die Ersatzpflanzung für diese Bäume dann auf der südlich direkt an den Elbwald angrenzenden Brachfläche vorgenommen wird, so dass das Biotop in der Breite wachsen kann.
Eine Milliarde Euro an verschwendeten Steuergeldern
Die Prognosen, die den Planungen für die Hafenwesterweiterung zugrunde lagen, haben sich als komplett falsch erwiesen: Statt der im Hafenentwicklungsplan von 2012 für das Jahr 2025 vorhergesagten 25,3 Millionen Standardcontainer (TEU) wurde gerade einmal ein Umschlag von 8,3 Millionen Einheiten erreicht. (Quelle: Hafen Hamburg Marketing (HHM))
Jetzt ist es an der Zeit, Konsequenzen aus dieser Fehlplanung zu ziehen: Nach der Absage des Bundes, sich an den für die neuen Containerterminals budgetierten öffentlichen Zuwendungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro zu beteiligen, müsste Hamburg diesen enorme Betrag alleine tragen.
Wir haben berechnet, was man mit dieser immensen Summe jeweils Sinnvolles machen könnte:

Die Bäume sollen einer unnötigen, riesigen, kargen Kaimauer weichen
Vorgesehen ist, den gesamten Wald für zwei neue Schiffsliegeplätze zu fällen. Dies ist allerdings aufgrund der derzeitigen Auslastung, die laut aktuellen Angaben der HPA nur etwa 60% beträgt, am Markt vorbei geplant und somit überflüssig. Immer wieder hatten HPA und Wirtschaftsbehörde behauptet, dass die neuen Terminals als Ersatzfläche benötigt werden, um die Modernisierung der bestehenden Anlagen durchzuführen. Im Juli 2026 haben sie dann aber eingeräumt, dass es möglich und sogar geplant ist, die Automatisierung und Digitalisierung im laufenden Betrieb vorzunehmen.
So, wie es hier die HPA in ihrem PR-Video »Transformation Waltershofer Hafen« simuliert, darf es dort, wo jetzt der Elbwald steht, in Zukunft nicht aussehen.

Aufforsten statt Abholzen!
Derzeit besteht der Elbwald – nach der im Februar 2026 vollzogenen Teilrodung – aus mehr als 350 Pappeln, Weiden, Ahornbäumen und Eichen. Aber zwischen den Bäumen am Elbufer und dem alten Petroleumhafen liegen 24 Hektar Brachland. Dieses Areal wird von der Hamburg Port Authority (HPA) seit Jahren regelmäßig gepflügt, um zu verhindern, dass sich hier Bäume, Büsche und Tiere ansiedeln. Denn diese Fläche ist für die im Rahmen der Hafenwesterweiterung geplanten neuen Containerterminals »reserviert«. Da der Hamburger Hafen aber keine neuen Containerliegeplätze benötigt, sollte dafür auch keine Fläche mehr freigehalten werden.
Wir fordern deshalb: das Gebiet hinter dem Elbwald freizugeben und zu einem Mischwald aufzuforsten.
Ein entsprechendes Konzept des Umweltgutachters Markus Mössel sieht vor, hier überwiegend Pappeln und dazu passende Arten wie Weiden, Erlen und Eschen anzusiedeln. Nach Mössels Berechnungen könnten pro Hektar mehr als 100 langlebige Bäume angepflanzt werden. Damit entstünde ein ökologisch optimal ausbalanciertes Biotop mit rund 2.500 Bäumen, das in dem Industriegebiet Finkenwerder zwischen Containerhafen und Airbus-Werk eine wichtige Funktion zur CO₂-, Feinstaub- und Schadstoffbindung hätte und im Jahresdurchschnitt täglich mehr als sechs Millionen Liter (!) Sauerstoff produzieren würde.
Der neue Elbwald wäre somit ein wichtiger Beitrag, um die im Volksentscheid vom Oktober 2025 beschlossenen Klimaziele zu erreichen.
Der vorliegende Aufforstungsentwurf wurde unter Einsatz einer KI-gestützten Anwendung erstellt und dient als konzeptionelle Grundlage zur weiteren fachlichen Prüfung und Ausarbeitung.




